Auf zu den Quellen – ein Ausflug

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„Auf geht´s zu den Quellen.“ Mit diesem Gedanken im Ohr und der noch frischen Erinnerung an den Tag der liturgischen Dienste, wo wir uns mit den Quellen unseres Glaubens auseinandergesetzt haben, fuhr ich los. In den Sinn kam mir dabei auch der neue Start der Kommunionvorbereitung und die Frage: Ist die Kommunion noch eine Lebens- und Glaubensquelle für die Familien und wie kann ich sie den Kindern erschließen?

Und natürlich machte ich mich auch mit einer profanen, guten Portion Vorfreude auf den jährlichen Konveniats-Ausflug mit den aktuellen und ehemaligen KollegInnen des Pastoralteams auf den Weg nach Aachen – eben an die Sieben Quellen.

Bei einer Außentemperatur von über 30 Grad schon einmal ein gut ausgewähltes Ziel, so ging es ans Wasser. Angekommen, an der Quelle, besser gesagt an den sieben Quellen, war der erste Eindruck doch ein wenig enttäuschend. Sieben Quellen und keine große Quell-Fontäne, kein Rauschen aus sieben Felsvorsprüngen. Hier und da ein paar Bläschen, ein kleines ruhiges Quellbecken – aber eines mit viel Kraft.

Denn unmittelbar aus dem Quellbecken entspringt ein ansehnlicher Bach. Der Wildbach fließt auf immerhin 5 km Länge durch das Aachener Stadtgebiet und führt kräftig Wasser mit sich.

Mir fallen sofort wieder die Quellen bei der Arbeit mit den Kommunionfamilien ein: Oft nicht spektakulär, eher still und kontinuierlich … und wohin der Einsatz, das Wasser, seinen Weg findet, liegt nicht mehr im Einfluss der Quelle.

Von den Sieben Quellen aus gingen wir, mit Blick auf das imposante Klinikumsgebäude hinauf zum Campus Melaten. Mitten im wachsenden Forschungscampus mit einer Vielzahl an Instituten der Forschung und Wissenschaft liegt das Hochschulzentrum des Bistums Aachen. Sein Name heißt nicht von ungefähr „Quellpunkt“.

Der ehemalige Jülicher Hochschulseelsorger Alexander Peters ist nun Leiter dieser Einrichtung, war aber an diesem Tag verhindert. So führte seine Kollegin, Pastoralreferentin Dr. Floriane Sobetzko, uns durch die modernen und ansprechenden Räume des Zentrums.

Als ein wesentlicher Kern der Arbeit hat sich bewährt, das Hochschulzentrum als Lernort für Studierende anzubieten. Wir erlebten dort im wahrsten Sinne des Wortes einen Raum der Stille, der Konzentration auf das Lernen und die Inhalte des Studiums – eingebettet in ein christliches Konzept: mit Achtung und Schutz jeder Person, jeden Geschlechtes und der Wahrnehmung jedes und jeder BesucherIn.

Das Angebot der Fokussierung und der Entspannung durch Körperübungen und Anti-Stress-Seminare weist Kirche hier als einen Ort aus, der wertschätzt, „an dem ich sein kann“ und der die Achtung vor jedem Menschen in seiner Identität wahrt – nichts weniger!

Im angrenzenden Raum der Stille, einem Meditations- bzw. Gebetsraum mit beeindruckender Gestaltung, durften wir einer solchen Körperübung folgen. Im Anschluss entstand ein anregender Austausch mit Floriane Sobetzko über die Arbeit an diesem Ort der Hochschulseelsorge. Leider steht ein Umzug bevor, so dass die KollegInnen und die BesucherInnen natürlich vor einigen Unsicherheiten stehen.

Der Abschluss des Konveniats-Ausflugs führte uns zurück zu den Sieben Quellen, diesmal aber in das Restaurant gleichen Namens, wo wir den Tag gemütlich und lecker auf der Terrasse mit Blick auf die Sieben Quellen ausklingen ließen.

… denn auch als Pastoralteam leben wir von unseren Quellen, wenn wir sie untereinander teilen und mitteilen, und ihnen auch im Miteinander im Pastoralen Raum immer wieder nachgehen …

Für das Pastoralteam
Gemeindereferent Michael Loogen

Foto: Quellpunkt

Spätsommergruß

Möge dich dein Weg entlang
von grünen Wiesen und
klaren Bächen führen.

Mögest du den Blick
für die kleinen schönen Dinge
am Wegesrand bewahren. 

Möge dich eine Bank
auf deinem Weg einladen,
um zu verweilen und zu rasten. 

Mögest du das Leuchten
von Gottes Schöpfung erkennen
und darüber staunen.

Dazu segne dich unser guter Gott
mit seiner schöpferischen Kraft.