Jung sein bedeutet unterwegs sein. Es ist eine Zeit voller Fragen, voller neuer Eindrücke und Entscheidungen. Junge Menschen begeben sich auf eine ganz besondere Entdeckungsreise: Sie erkunden ihre eigenen Interessen, lernen ihre Gefühle kennen und suchen ihren Platz in der Welt.
Auf diesem Weg spielt auch der Glaube eine wichtige Rolle. Nicht als fertige Antwort, sondern als Begleiter, der alles durchdringt und Orientierung schenkt.
Diese Entdeckungsreise wurde für unsere Messdienerinnen und Messdiener in den Osterferien am Chrisamtag im Aachener Dom ganz konkret erfahrbar. Dort konnten sie die Vielfalt der Berufe und Berufungen in der katholischen Kirche kennenlernen.
Sie begegneten Menschen, die ihren ganz eigenen Weg gefunden haben: Lehrerinnen und Lehrer an bischöflichen Schulen, Pädagoginnen und Pädagogen in Kitas, Pastoral- und Gemeindereferentinnen und -referenten, Priester und Ordensleute, aber auch Kirchenmusikerinnen und -musiker oder Hausmeister. All diese Wege zeigen: Gott ruft jeden Menschen auf seine eigene Weise und jede Berufung ist wertvoll.
Ein eindrucksvolles Bild für diese Suche nach dem eigenen Weg liefert auch die Raumfahrtmission Artemis II. Die Reise um den Mond steht sinnbildlich für das, was viele junge Menschen erleben: das Gefühl, sich in unbekanntem Raum zu bewegen.

Dort draußen im All scheint alles weit weg, vertraute Sicherheiten fehlen, und jede Entscheidung kann existentiell sein. Diese Situation kann sich einsam und herausfordernd anfühlen. Wie die Astronautinnen und Astronauten sich auf ihre Technik, ihr Team und ihre Vorbereitung verlassen, so dürfen auch wir im Glauben darauf vertrauen, dass Gott uns trägt. Selbst in Momenten der Unsicherheit und Weite.
Ähnlich geht es oft jungen Menschen auf ihrer inneren Reise. Sie bewegen sich zwischen Unsicherheit und Neugier, zwischen Risiko und Begeisterung. Sie sind sensibel für das, was ihnen begegnet, und gleich-zeitig offen für das Schöne und Neue. Gerade in dieser Spannung entstehen wichtige Erfahrungen, die prägen und wachsen lassen. Der Glaube wird so zum inneren Kompass, der uns Orientierung gibt.

Die Bilder der Artemis-Crew vom Mond und von der Erde berühren viele Menschen tief. Sie zeigen, wie klein und zugleich doch bedeutend unser Platz im großen Ganzen ist.
Diese Perspektive kann auch jungen Menschen helfen: Sie weitet den Horizont, schenkt Hoffnung und lässt selbst dunkle Momente in einem neuen Licht erscheinen. Zu erkennen, Teil von etwas Größerem zu sein, kann tragen und stärken.
Dabei sind Gemeinschaft, Begleitung und Vertrauen entscheidend.

Unsere Jugendarbeit im Pastoralen Raum möchte genau solche Entdeckungsreisen ermöglichen: Räume schaffen, in denen junge Menschen sich ausprobieren, viele Fragen stellen und so auch ihren Glauben selbst entdecken können.
Herzlich laden wir deshalb zum „Jugendsonntag“ am 31.05.2026 ein. Indem die Menschen in der ganzen Pfarrei an diesem Tag die junge Generation besonders in den Blick nehmen, können wir im Pastoralen Raum die Jugendlichen und deren engagierte Begleitende stärken.
Besonders möchten wir auf die Jugendmesse am 31. Mai um 11 Uhr in der Propsteikirche Jülich hinweisen.
Die Kollekte dieses Gottesdienstes – und aller Gottesdienste an diesem Wochenende – ist für die Jugendarbeit in unserer Pfarrei bestimmt und unterstützt viele weitere Entdeckungsreisen junger Menschen.
Gehen wir gemeinsam ein Stück dieses Weges mit ihnen.
Gemeindereferentin Esther Fothen
