Rückblick: Weltgebetstag 2026 in Jülich

Rückblick: Weltgebetstag 2026 in Jülich

„Kommt! Bringt eure Last!“ – Diese vertrauensvolle Einladung zum  Weltgebetstag 2026 wurde von den Christinnen aus Nigeria ausgesprochen.

Zahlreiche Gäste folgten der Einladung des ökumenischen Vorbereitungsteams für den Weltgebetstag in die Propsteikirche. Farbenfroh gekleidet und mit wunderbaren Stimmen wurde das Team dieses Jahr durch Christiana und Florence aus Nigeria bereichert.

Zu Beginn durften alle Gottesdienst-BesucherInnen einen Stein aus einem Körbchen nehmen. Dieser Stein, der symbolisch für die persönlichen Lasten und Sorgen stand, die wir jeden Tag mit uns herumtragen, durfte im Gottesdienst vor Gott abgelegt werden.

Die Sorgen und Nöte nigerianischer Frauen wurden anhand dreier Lebensgeschichten vorgestellt. Man erfuhr von ihrem Alltag und den Herausforderungen als Mutter und Witwe, den Risiken und Belastungen der religiösen Verfolgung als Christinnen und dem schweren Leben in Armut und Verzweiflung.

Am Ende war es diese Botschaft, die die Teilnehmenden aus dem Gottesdienst mitgenommen haben:

Gelebte Schwesternschaft heißt: einander nicht übersehen, zusammen singen, einander stärken, zuhören, gemeinsam beten, einander ermutigen und mittragen.

In diesem Geist dankt das Vorbereitungsteam allen Mitwirkenden, Helferinnen und Helfern, unterstützenden Gemeinden, der musikalischen Begleitung, allen Friedensstiftern und den Teilnehmenden für eine Kollekte von mehr als 500 €.

Nach dem Gottesdienst ging es in das Cafè Gustoso. Hier zeigte sich wieder: Der Weltgebetstag war mehr als ein Gottesdienst, er wurde zu einem echten Ort der Begegnung. Die Gespräche waren lebendig, es wurde viel gefragt, gelacht und nachgedacht.

Ein Weltgebetstag, der nicht nur informierte, sondern berührte – und der Nigeria durch echte Begegnungen und Stimmen so greifbar machte, dass viele Besucherinnen und Besucher mit dem Gefühl nach Hause gingen: Wir haben nicht nur etwas über Nigeria gehört – wir haben Menschen gehört.

Josefine Meurer