Liebe Gemeindemitglieder, liebe Pilger und Pilgerinnen zur Seligen Christina!
Wir waren im Sommer mit einer Gruppe aus Jülich und Nideggen im Geburtsort der Seligen Christina, in Stommeln. Wir durften nachspüren, welche Heimat sie geprägt hat, von wo sie zu den Beginen nach Köln aufgebrochen ist und wo sie am 6. November 1312 im Alter von 70 Jahren starb. 
Ihre Verehrung begann unmittelbar nach ihrem Tod. Der damalige Graf von Jülich wurde durch sein Gebet am Grab der Christina von Stommeln von einer Krankheit geheilt. Aus Dankbarkeit ließ er ihre sterblichen Überreste in die Stiftskirche nach Nideggen bringen, von wo sie nach dem Umzug der Stiftsherren nach Jülich in die heutige Propsteikirche gelangten. Dort angekommen werden diese als Reliquien in der Herzogstadt Jülich bis heute – besonders während der Christina-Oktav Anfang November – verehrt.
„Ankommen“ ist die Überschrift der diesjährigen Oktav. Unter verschiedenen Gesichtspunkten soll dieses Thema zum Nachdenken anregen über Aufbrüche und Ziele, Wege und Haltungen sowie Herausforderungen und Möglichkeiten.
Die Selige Christina von Stommeln war im guten Sinne ein Unruhegeist, gemäß dem Motto des hl. Augustinus „Unruhig ist unser Herz, bis es ruht in Dir“. Ihre Sehnsucht war, ganz tief in der Gemeinschaft, in der Verbundenheit, in der Einheit mit Gott und mit Christus anzukommen. Darin sah sie die Erfüllung ihres Lebens.
Möge diese Sehnsucht nach „Ankommen“ an dem Platz, den Gott uns zugedacht hat, nach „Ankommen“ bei uns selbst, bei anderen, bei Gott uns in gutem Sinne in Unruhe halten.

Herzliche Einladung zu allen Gottesdiensten und Begegnungen in der diesjährigen Christina-Oktav!
Die Pfarrkirche ist täglich zum Gebet und zur Verehrung der Reliquien geöffnet. Der Schrein der seligen Christina ist ausgestellt und lädt zur Verehrung ein. Bei den Gottesdiensten werden das Kopfreliquiar, ihre Handschuhe, ihr Täschchen sowie ihre Andachtstäfelchen ausgestellt und anschließend zu Verehrung bereitgehalten.
Die Kollekten und Spenden in der Christina-Oktav dienen der Instandhaltung der Christina-Kapelle.
Pfr. Hans-Otto von Danwitz und die Vorbereitungsgruppe

