„Da kann ja jeder kommen. Caritas öffnet Türen.“
Wohl jeder kennt den Satz: „Da kann ja jeder kommen.“ Er wird gebraucht, wenn ein Anliegen abgewiesen werden soll. Die Caritas, die davon ausgeht, dass jeder Mensch eine von Gott gegebene Würde hat, nimmt diesen Satz wörtlich. „Da kann ja jeder kommen.“, ist in ihren Augen die Zusage des Sozialstaates, dass allen, die ein berechtigtes Anliegen auf Hilfe und Unterstützung haben, geholfen wird. Zur Caritas kann jeder kommen. Sie hilft jedem Menschen in Not.
Damit die Caritas diesen Auftrag erfüllen kann, muss die Politik sicherstellen, dass sie keine Türen zuschlägt. Diese Gefahr besteht aber in Zeiten steigender Staatsverschuldung und sinkender Wirtschaftsleistung. Da wird das Soziale oft als erstes auf den Prüfstand gestellt. Dennoch bleibt der tägliche Einsatz der Haupt- und Ehrenamtlichen ein Fundament der Solidarität in unserer Gesellschaft.
Die Caritas betrachtet mit der Jahreskampagne 2025 zwei Ebenen – die gesellschaftliche und die politische. Mit Blick auf die gesellschaftliche Ebene tritt die Caritas dafür ein, dass ihre Türen offen sind für alle – unabhängig von Herkunft, Religion und Lebenslage der Menschen. Ohne das soziale Netz wäre unsere Gesellschaft ärmer.
Und da kommt die politische Ebene der Kampagne ins Spiel. Damit die Türen der Caritas offen bleiben können, ist auch die entsprechende Unterstützung, Anerkennung und Finanzierung durch die Politik notwendig. Aus dieser Überlegung geht die Jahreskampagne 2025 der Caritas mit dem Claim „Da kann ja jeder kommen. Caritas öffnet Türen.“ in die Öffentlichkeit. Der Claim gibt zwei Versprechen: Alle sind willkommen. Und: Die Caritas setzt sich dafür ein, dass Türen für diejenigen, die Unterstützung durch den Sozialstaat brauchen, nicht zugeschlagen werden.
Der Blickfang der Kampagne ist die rote Tür. Sie ist auf allen Plakaten zu sehen. Sie ist ein Symbol für die vielen Türen, die die Caritas für Menschen in allen Lebenslagen öffnet. Sie offen zu halten ist eine Grundbedingung für einen fairen Sozialstaat. Die Caritas steht für eine Gesellschaft, in der Menschenwürde, Mitmenschlichkeit und Gerechtigkeit unverhandelbar sind. Sie baut Brücken, fördert den Dialog und übernimmt Verantwortung. Das christliche Gebot der Nächstenliebe trägt dazu bei, eine menschengerechte Gesellschaft aktiv zu gestalten. Ein aktiv gestalteter Sozialraum stärkt den Zusammenhalt und schafft Chancen für benachteiligte Gruppen.
Die Caritas ist für alle da! Sie bietet Unterstützung in Lebenskrisen, bei Pflegebedürftigkeit, Suchterfahrungen, Übergängen von Schule zu Beruf und für Menschen, die von Armut, Krieg oder Naturkatastrophen betroffen sind. Sie öffnet Türen besonders für Menschen in existenziellen Krisen und fordert Teilhabechancen für diejenigen, die am Rande der Gesellschaft stehen. Zur Caritas kann jeder kommen. Auch Du!
Zum Caritassonntag am Wochenende 20./21.09. werden die Gottesdienste im Pastoralen Raum Aldenhoven/Jülich thematisch gestaltet. Die Kollekte kommt der Pfarrcaritas und den Gemeindecaritas-Gruppen vor Ort zugute.
Wem öffnen wir die Türen unserer Sinne, unseres Herzens, unserer Räume?
Welche Politik unterstützen wir: die der Abschottung oder die der Barmherzigkeit?
Alle, die im Pastoralen Raum Aldenhoven/Jülich vor Ort caritativ engagiert sind und sich in die Vorbereitung und Gestaltung der Gottesdienste einbringen möchten, sind zu einem Treffen eingeladen, am Montag, 1. September, um 18.00 Uhr im Versammlungsraum unter der Kirche in Freialdenhoven.
Pfr. Hans-Otto von Dannwitz