Impressionen des Pilgertags zur Heiligtumsfahrt 2023

Impressionen des Pilgertags zur Heiligtumsfahrt 2023

Kategorie(n): Allgemein

Aufbrechen, den Alltag hinter sich lassen, sich auf den Weg machen: mit sich selbst, mit der Gruppe und mit Gott. Pilgern fasziniert von jeher – und zu wissen, dass auf denselben Routen schon vor knapp 1000 Jahren Menschen auf dem Weg waren, ist beeindruckend. Es zeugt davon, dass es Menschen immer und zu allen Zeiten gut tat, sich in Bewegung zu setzen auf ein bestimmtes Ziel hin.

Von Jülich aus ging es für die Pilgergruppe aus der Pfarrei mit dem Bus nach Kornelimünster und weiter mit schön gestalteten Impuls-Stationen zu Fuß nach Aachen.

Dabei lebt so eine Heiligtumsfahrt von beidem – vom Heiligtum wie von der Fahrt, dem Weg. Kornelimünster und Aachen – zwei Stationen mit ihren Heiligtümern und wunderschönen Kirchen luden zum Verweilen ein. Wir erlebten in Kornelimünster eine Altarweihe, nachdem der alte Altar durch die verheerende Flutkatastrophe im Sommer 2021 entweiht wurde. Nur dank vieler Helfer war es gelungen, die Kirche in kurzer Zeit wieder in Nutzung zu bringen, was neben den Reliquien auch ein Glaubenszeugnis darstellt.

Auf dem Pilgerweg wurden an bestimmten Wegstationen die Heiligtümer in einem Impuls aufgegriffen, der die Reliquien für unsere Gegenwart erschließen wollte, und das Pilgerkreuz in den Farben der Heiligtümer gestaltet. Die Strecke führte durch Wiesen und Wald, zum Schluss über Straßen und durch das mittelalterliche Marschiertor.

Die Atmosphäre dann im Aachener Dom war gelöst und locker: das gotische Langhaus des Doms, in dem die Tuchreliquien ausgestellt waren, zeigte sich als ein Ort der Begegnung. Die Reliquien wurden verehrt, man konnte sich aber auch auf eine Bank des Chorgestühls setzen, den Augenblick genießen und die besondere Stimmung wahrnehmen. Gemeinsam mit den evangelischen und den orthodoxen Glaubensgeschwistern wurde dann das Taufgedächtnis erneuert – eine Feier in drei Gotteshäusern durch eine Prozession verbunden.

Es bleiben viele Eindrücke, die wir erlebten, viele Weggespräche, die nachhallen, und Dankbarkeit dafür, dass wir am Ende alle wohlbehalten wieder in Jülich ankamen.

Pastoralassistent Raphael Schlecht

 

Fotos: Gerd Felder