Pfarrei Heilig Geist Jülich gestaltet ihre Zukunft und setzt Schwerpunkte

Kategorie(n): alle Gemeinden, Allgemein

Wie sieht die Pfarrei Heilig Geist Jülich im Jahr 2030 aus? „Wichtig ist für uns, den Menschen dauerhaft eine geistliche Heimat zu geben und trotz schrumpfenden personellen und finanziellen Ressourcen ein attraktives und zeitgemäßes pastorales Angebot zu machen“, erklärt der leitende Pfarrer Josef Wolff. In den letzten Jahren und Jahrzehnten hat sich in und um Kirche vieles verändert: Priestermangel, sinkende Einnahmen, weniger aktive Kirchenmitglieder und ehrenamtlich Engagierte. Zugleich ist kirchliches Leben vielfältiger geworden.

Auf diese Veränderungen möchte die Pfarrei Heilig Geist Jülich mit einer deutlichen Fokussierung reagieren und ihre Zukunft aktiv gestalten. So wird es zukünftig vier Themenzentren geben, auf die sich die pastorale Arbeit konzentriert.

Neben der bereits etablierten Jugendkirche in St. Franz Sales wird in St. Andreas und Matthias in Lich-Steinstraß ein Zentrum mit dem Schwerpunkt Familie entstehen. In St. Stephanus Selgersdorf sind Angebote für Trauernde geplant. Das vierte Zentrum wird ein Pfarreizentrum mit der Pfarrkirche St. Mariä Himmelfahrt sein, wo unter Beteiligung von vielen Interessierten ein umfassendes und thematisch breit gefächertes Angebot entstehen soll. Die Verwaltung wird wie bisher in den Gebäuden in der Stiftsherrenstraße angesiedelt sein.

Mit den beiden neuen Themenzentren soll sowohl Familien als auch trauernden Menschen ein noch besseres und vielfältigeres Angebot gemacht werden. „Die Familienkirche soll ein Ort der Vielfalt, Kreativität und Spiritualität werden. Eine Vernetzung mit Initiativen wie SkF, Frauenberatungsstelle uvm. soll entstehen und dort bei Bedarf auch einen Platz finden. Einen Ort für Gespräch und Rückhalt möchte das schon gestartete Team gestalten. Den Glauben im Alltag wieder spüren und bewusst leben, ist die Vision für diesen Schwerpunkt. Die schon vorhandenen Aktionen für Familien in vielen Gemeinden der Pfarrei können sich darüber vernetzen, voneinander lernen, sich austauschen und neue Wege gemeinsam planen und ausprobieren. So können Aktionen in vielen Orten stattfinden, sich jedoch im Themenzentrum bündeln“, so Petra Graff, Gemeindereferentin und Ansprechpartnerin für die Familienkirche.

Während die Familienkirche zeitnah starten wird, gestaltet sich die Planung für die Trauerkirche umfangreicher. So müssen Abstimmungen mit dem Bistum erfolgen und entschieden werden, ob in der Trauerkirche ein Kolumbarium (Grabstellen für Urnen in Stelen im Innenraum) eingerichtet wird. „Unsere Vision für die Trauerkirche ist es, hier einen Ort zu schaffen, an dem ein trostreicher Platz für den Abschied und die Auferstehungs-Hoffnung in einer ansprechenden Raumgestaltung entsteht als Ergänzung zu den bestehenden Bestattungsformen. Gleichzeitig soll hier eine hilfreiche Begleitung von Trauernden – persönlich und in Gemeinschaftsangeboten – leicht zugänglich sein sowie eine Auseinandersetzung mit den Themen „Trauer und Tod“ für alle Interessierten einen möglichen Ort finden. Dies wird ein Seelsorgeangebot sein, das über die Pfarrei Heilig Geist Jülich hinaus für einen größeren Umkreis Wirkung entfaltet“, so Barbara Biel, Pastoralreferentin und Ansprechpartnerin für die Trauerkirche.

Ein vielfältiges, nicht auf ein festes Thema orientiertes Angebot wird es im „Pfarreizentrum Heilig Geist“ mit der Pfarrkirche St. Mariä Himmelfahrt geben. „Unsere Pfarrkirche ist eine Kirche für alle. Hier trifft sich die Pfarrei, um unseren Glauben zu feiern“, so Wolfgang Biel, Vorsitzender des GdG-Rates.

Was geschieht in den Gemeinden, in denen kein Zentrum beheimatet ist? Auch hier können und sollen weiterhin Gottesdienste sowie diakonische und gemeinschaftsbildende Aktivitäten stattfinden. Hierbei wird dem ehrenamtlichen Engagement eine große Bedeutung zukommen, unterstützt von den pfarrlichen Strukturen.

Im Rahmen der Fokussierung und der Ausrichtung auf die vier Themenzentren wird sich die Pfarrei auch von Gebäuden trennen müssen. „Dies betrifft Pfarrhäuser und -heime, aber auch Kirchengebäude“, so Thomas Surma, 1. Stellvertretender Vorsitzender des Kirchenvorstands. „Den Verantwortlichen ist hierbei aber wichtig, dass jeder Gemeinde, auch in den Dörfern und Ortsteilen, vor Ort ein Raum für Aktivitäten verbleibt.“

Die Pfarrei setzt hierbei unter anderem auf Kooperationen mit Vereinen oder der Stadt Jülich. In Broich wird auf dem Grundstück des ehemaligen Pfarrhauses ein neues Feuerwehrhaus entstehen, in dem die Gemeinde Broich einen eigenen Versammlungsraum nutzen wird. Auch für Kirchen-gebäude gibt es erste Interessenten, die Gespräche sind aber noch in einer frühen Phase. Für die Pfarrei ist  es wichtig, dass die Kirchengebäude im Falle eines Verkaufs und einer Entwidmung eine würdige Nachfolgenutzung finden.

Das Team der Pfarrei Heilig Geist Jülich freut sich über jeden, der kirchliches Leben mitgestalten möchte. Bei Interesse und
Anfragen erreichen Sie das Team über das Zentrale Pfarramt in der Stiftsherrenstr. 15, Tel. 02461 2323, Mail: pfarramt[at]heilig-geist-juelich[.]de

Die AG Heilig Geist Jülich 2030