Vorträge „Kirchengebäude und ihre Zukunft“

Vorträge „Kirchengebäude und ihre Zukunft“

Kategorie(n): alle Gemeinden, Allgemein

Wegen des Ausbruchs der Corona-Pandemie im März mussten auch die Vorträge zur Ausstellung „Kirchengebäude und ihre Zukunft“ der Wüstenrot Stiftung abgebrochen werden. Die letzten geplanten Veranstaltungen mit sehr engagierten Rednern sollen jetzt wieder aufgenommen werden, um den Blick auf die Zukunft der Kirchengebäude umfassender zu vertiefen.

Darum lädt die AG HGJ 2030 nun für die letzten drei Impuls-Vorträge zu neuen Terminen in die Propsteikirche ein. Wegen der Abstandsregeln können an jeden Vortrag in der Kirche ca. 60 Einzelpersonen oder ggf. mehr Paare/Haushaltsgemeinschaften teilnehmen. Die AG bittet um Anmeldung zu den Vorträgen mit einem Klick über das entsprechende Banner auf der Homepage www.heilig-geist-juelich.de – hier können Sie Ihre Kontaktdaten eintragen, die Ihnen dann bei Ihrer Anmeldung einen Platz sichern und eine Corona-konforme Speicherung ermöglichen.

  • Freitag, den 16.10.2020, 19.00 Uhr Propsteikirche Jülich
    „Umnutzung von Kirchen – wohin mit dem Kircheninventar?“
    Guido von Büren, Kurator der Pfarrei Heilig Geist Jülich und Museum Zitadelle JülichDer Kirchenraum als sakraler Ort hat die Aufgabe, der Liturgie eine Hülle zu geben. Daher kommt der Gestaltung eines Kirchenraums eine große Bedeutung zu, da er gleichsam zeichenhaft auf etwas Größeres verweist. Die christlichen Kirchen, insbesondere die katholischen, sind reich an Ausstattungsstücken und Kunst-werken. Jedes Bauwerk gilt als Gesamtkunstwerk – zur würdevollen Ausstattung eines sakralen Raums arbeiteten Künstler und Architekten oft eng zusammen. Wenn die Kirche in ihrer ursprünglichen Funktion nicht mehr genutzt wird, was geschieht dann mit der für diesen Ort geschaffenen liturgischen Ausstattung – den sogenannten Prinzipalstücken, den Kunstwerken und dem Mobiliar?
  • Dienstag, den 27.10.2020, 19.00 Uhr Propsteikirche Jülich
    „Zukunft für moderne Kirchenräume – am Beispiel der Kirchen von Gottfried Böhm“

    Prof. Dr. Stefanie Lieb, Kath. Akademie Schwerte; Universität zu Köln, Kunsthistorisches InstitutLandesweit müssen Kirchengebäude aufgegeben werden. Sie erweisen sich als überzählig und werden zu einer gefährdeten Denkmalgattung. Gefährdet sind dabei besonders auch die Kirchengebäude, die im Zuge des Wiederaufbaus oder der Erschließung neuer Wohngebiete in den 1950er bis 70er Jahre errichtet wurden, ähnlich ergeht es modernen Kirchenbauten der 1920 und 30er Jahre. Bei der Notwendigkeit zwischen zwei Kirchengebäuden wählen zu müssen, haben die Kirchengebäude der Neugotik und Neuromanik, die vermeintlich noch wie „richtige Kirchen“ aussehen, die bessere Chance auf Erhalt. Hier sind Kunstwissenschaft und Denkmalpflege als Anwältinnen des modernen Kirchenbaus gefordert: Wie können die räumlichen, künstlerischen und sakralen Potenziale eines modernen Kirchengebäudes erhalten werden, bei dem sich keine ausreichend große und aktive Gemeinde mehr finden lässt, die sich um die Erhaltung und die Nutzung kümmert?
  • Freitag, den 30.10.2020, 19.00 Uhr Propsteikirche Jülich
    „Dorfkirchen – Soll und kann die Kirche im Dorf bleiben?“

    Dr. Peter Nieveler, Ehem. Gymnasiallehrer und HistorikerWas geschieht mit den Dorfkirchen, den Kirchengebäuden in den vielen Dörfern des Jülicher Landes? Viele Menschen wollen, „dass die Kirche im Dorf bleibt“, auch wenn sie diese selbst gar nicht oder nur noch selten nutzen. Die Mitgliederentwicklung und die Beteiligung von aktiven Christen und Christinnen zeigt, dass es stetig weniger stabile Bindung an die katholische Kirche gibt. Dabei gilt: Die Zukunftsfähigkeit der Kirche entscheidet sich auf der unteren Ebene der Gemeinschaft der Gemeinden – z.B. in der Pfarrei Heilig Geist mit ihren sechzehn Gemeinden und sechzehn Kirchen. Die Zukunft der Gemeinden, der Pfarreien und der ganzen Kirche liegt in der Hand ihrer Mitglieder und daran, ob sie sich in ihrer Gemeinde zu Hause fühlen. Kann es gelingen und macht es Sinn, die Kirchengebäude im Dorf zum „Segen für die Menschen“ zu erhalten?

Die AG HGJ 2030 freut sich auf Ihr Kommen. Nähere Informationen per Mail: b[.]biel[at]heilig-geist-juelich[.]de  (b[.]biel[at]heilig-geist-juelich[.]de)  

Pastoralreferentin Barbara Biel