Dienst von Pfarrer Josef Jansen

Kategorie(n): Allgemein
Foto: Josef Jansen Friedenslauf 2012

Es ist mir ein Anliegen, Euch und Ihnen, die diesen Pfarrbrief lesen, folgende Gedanken mitzuteilen: 31 Jahre meiner Zeit als Priester habe ich bisher in Jülich gelebt, und die Stadt und viele Menschen, die ich im Laufe der Jahre kennengelernt habe, sind mir ans Herz gewachsen; ich fühle mich auch von vielen Menschen angenommen.

Gerne habe ich mit Menschen nach Wegen des Glaubens gesucht, möchte das auch weiterhin tun, so lange ich dazu die Kraft habe. Ich habe Menschen in Freude und Leid begleitet bei Taufen, Beichtgesprächen, Hochzeiten, Jubiläen und in Krankheit und Trauer.

Es war und ist mir wichtig, all dies bei der Feier der Eucharistie Gott zu übergeben und die Menschen im persönlichen Gebet zu begleiten. All dies wird auch weiter gelten, –  soweit es mir möglich ist.

Es tut gut, wenn mir Menschen wünschen: „Bleib gesund! Bleiben Sie gesund! „ Manchmal kommt noch die Bemerkung: „Wir brauchen Dich /Sie noch!“

Dazu möchte ich Folgendes sagen: Gesundheitlich bin ich angeschlagen und muss unbedingt kürzer treten. Gerne werde ich weiterhin den Gottesdienst im Krankenhaus und in den zwei Jülicher Altenheimen feiern. Ebenso lade ich weiter ein zu den Bibelkreisen zusammen mit Maria Schmelzer.

Reduzieren werde ich meine Dienste vor allem bei Taufen, Hochzeiten und Beerdigungen. Ich bitte um Euer und Ihr Verständnis, wenn ich in Zukunft weniger zur Verfügung stehe – ich muss um meiner selbst willen lernen, mehr und mehr ein freundliches, klares NEIN zu sagen.

Ich wünsche allen von ganzem Herzen Mut zum Glauben an einen barmherzigen Gott, Wege in der Freiheit des Geistes Gottes zu gehen und viel Freude am Leben.

Euer/Ihr Josef Jansen

Liebe Pfarrangehörige!

Die Erklärung von Josef Jansen möchte ich gerne dazu nutzen, ihm für seinen seelsorglichen und aufopferungsvollen Dienst an dieser Stelle einmal herzlich zu danken.

Sein jetziger offizieller Status als Priester ist „Subsidiar“ („Unterstützer“), was bedeutet, dass er im Rahmen seiner Möglichkeiten seelsorglich unterstützt. Nur manchmal macht er Schlagzeilen, das meiste seines priesterlichen Dienstes geschieht eher abseits der großen Öffentlichkeit in zwischenmenschlichen Begegnungen. Durch seine langjährige Verbundenheit mit Jülich ist er so vielen Jülichern vertraut geworden und ans Herz gewachsen.

„Den HERRN, deinen Gott, sollst du lieben und deinen Nächsten wie dich selbst“ (Lk 10,27). Gerne wird letzteres „wie dich selbst“ vergessen. Mit seiner eigenen Gesundheit an Leib und Seele gut umzugehen, halte ich für ein christliches Zeugnis, das auch andere motivieren sollte, gut mit sich selbst um-zugehen.

Möge Josef Jansen uns noch lange ein aufrechter Zeuge christlichen und priesterlichen Lebens sein!

Pfarrer Josef Wolff