Mendelssohn: Elias

Das Oratorium: Elias wird am Sonntag, dem 19.11.2017, um 17.00 Uhr in der Propsteikirche unter Leitung von Christof Rück aufgeführt. Karten gibt es im Vorverkauf im Musikstudio Comouth und bei den Chorsängern sowie an der Abendkasse.

Der Komponist Felix Mendelssohn-Bartholdy  war von der biblischen Gestalt des Elias fasziniert und wünschte sich auch für die eigene Zeit einen derartigen Propheten, der sich als stark, eifrig, aber wohl auch zornig und zum Teil finster (aus einem Brief an Schubring, 1838[2]) beschreiben lässt.

In der Geschichte des Propheten Elias steckt viel Dramatik – vom grausamen Fluch des Elias über die wunderbare Heilung des Knaben bis zur Gotteserscheinung und Elias’ Himmelfahrt. Mendelssohn vertonte den Stoff zwar als Oratorium, angelehnt an die großen Oratorien der Vorbilder Bach und Händel, aber die musikalische Gestaltung ist in ihrer Dramaturgie einzigartig. Man spricht zum Teil von seiner Ersatzoper. Die biblische Textvorlage wurde zum Teil zu Gunsten szenischer Dramatik leicht verändert und der Komponist erweist sich als Meister musikalischer Klangfarben und Stimmungen.

Das Oratorium ist nach Worten des Alten Testaments geschrieben, enthält aber einen Ausblick, der das Kommen des Messias prophezeit – eine klare theologische Aussage des Komponisten und getauften Christen. Anders als in barocken Vorbildern gibt es keinen Erzähler im Elias. Der Chor als Hauptträger der Handlung nimmt verschiedene Rollen ein, z.B. als Interpret eingefügter Stücke, die das Geschehen vertiefen und in den theologischen Zusammenhang stellen.

Der Schluss des Oratoriums lässt sowohl eine jüdische Perspektive zu, in der der Messias noch erwartet wird, als auch eine christliche mit Jesus Christus als dem Messias.

GdG-Kantor Christof Rück