Gott zu ehren, die Gemeinde zu erfreuen

Gott zu ehren, die Gemeinde zu erfreuen

Kategorie(n): Allgemein

Liebe Pfarrangehörige und Interessierte!

Wer dem Himmel näher kommt, gewinnt neue Aussichten und Einsichten. So diente das Gerüst am Turm der Propstei- und Pfarrkirche St. Mariä Himmelfahrt bereits im Mai als Aussichtsplattform für einen internen Kreis. Sobald das Gerüst durch Netze verhängt und die Baustelle sicherer ist, soll der Turm alle einladen zu neuen Aus- und Einsichten im Jülicher Land.

Wie man erst aus der Nähe lesen kann, heißt die Inschrift auf dem Wetterhahn:  Mich u.(nd) m.(ein) golden Kleid schenckte Gott zu ehren, die Gemeinde zu freuen 1877 – Die Gesellschaft Zurück hii (gelesen und gedeutet von Wolfgang Hommel) Was hat dieser Hahn zur Ehre Gottes und zur Freude der Gemeinde nicht alles überstanden, überlebt und gesehen? Wie sieht er unsere Veränderungen in der Kirche und rund um die Kirche?

Gott zu ehren02Vor genau 100 Jahren schrieb Papst Pius X. noch in seiner Enzyklika: Vehementer nos  z.B. über die Rolle der Laien bzw. Nicht-Geweihten:

Nur die Versammlung der Hirten hat das Recht und die Autorität, zu lenken und zu regieren. Die Masse hat kein anderes Recht, als sich regieren zu lassen, als eine gehorsame Herde, die ihren Hirten folgt.

Weniger als 60 Jahre später tritt der Gegensatz zwischen Geweihten und Nicht-Geweihten zurück und  von oberster Stelle wird die gemeinsame Verantwortung im Bild der Kirche als Volk Gottes betont. Heute lesen wir:

So denke ich, dass die Kirche der Zukunft im Erzbistum Köln keine von Hauptberuflichen mehr versorgte Kirche sein wird, sondern eine miteinander gestaltete, getragene und verantwortete Kirche, in der es verschiedene Dienste und Rollen, doch keine unterschiedliche Würde der Getauften gibt. Diese Sicht der Kirche ist nicht neu

, schreibt Kardinal Woelki in seinem diesjährigen Fasten-Hirtenbrief zur Zukunft des Erzbistums Köln – zu dem übrigens bis 1930 auch Jülich noch gehörte. Das Jahr 2016 ist für uns im Jülicher Land in der Pfarrei Heilig Geist ein Jahr mit anscheinend großen Veränderungen in der Organisation kirchlichen Lebens. Und bei jeder hl. Messe erinnert uns die Kollekte zur Gabenbereitung daran, dass wir nur Gottesdienst feiern und Kirche sein können, wenn jede/r einen Beitrag im Rahmen ihrer/seiner Möglichkeiten leistet.

Pastoralkonzept der GdG Heilig Geist Jülich 2012
Der Heilige Geist, auf dessen Wirken die GdG Jülich mit ihrer Namenswahl besonders vertraut, wirkt die Einheit in der Vielfalt, hält den Glauben lebendig und schenkt Mut zum glaubwürdigen Zeugnis für das Evangelium Jesu Christi. Wir trauen der Vielfalt der Gaben des Geistes, die den Einzelnen in der Taufe und Firmung geschenkt werden, und geben Raum, dass sich die vielfältigen Gaben der einzelnen Menschen wie der einzelnen Gemeinden entwickeln und entfalten können. (aus der Präambel S. 1)

Die drei Gemeindereferent/inn/en der Pfarrei Heilig Geist – Claudia Tüttenberg, Petra Graff und Ralf Cober – leisten ab Juli ihren Beitrag als die neuen Seelsorglichen Ansprechpartner/innen in unseren drei Seelsorgebereichen, wozu eine ganze Reihe von Aufgaben durch mich als Leitenden Pfarrer an sie delegiert werden – unter anderem:

  • Begleitung sowie ständige Teilnahme und Mitwirkung an den gemeinsamen Sitzungen im Seelsorgebereich
  • Kontakt und verbindliche Absprachen mit den angestellten Mitarbeiter/innen und Priestern/Diakonen
  • Koordination der Gottesdienste für den Seelsorgebereich im Kontext der Gottesdienstplanung in der Pfarrei
  • Sorge um offizielle Beauftragungen zu Diensten in Liturgie, Katechese, Diakonie
  • Verantwortung für Informationsmedien im Seelsorgebereich in Zusammenarbeit mit Gemeindebüros/Gemeinderäten
  • Verantwortung für die „Gemeindekassen“ im Seelsorgebereich als Teil der Pfarramtskasse
  • Wahrnehmung des Hausrechts in unseren Kirchen und aller pastoral genutzten Gebäude im Seelsorgebereich

Dies alles wird geschehen im Kontakt und Austausch mit den verantwortlichen Gremien im Seelsorgebereich und der Pfarrei. Bitte unterstützen Sie die neuen seelsorglichen Ansprechpartner/innen im Seelsorgebereich bei ihren Aufgaben. Nehmen wir uns ein Vorbild an dem Hahn, der uns weckt und uns daran erinnert, Gott zu ehren und einander zur gegenseitigen Freude zu dienen!

Ihr Pastor Josef Wolff
Fotos: Barbara Biel