Prävention aktuell

Kategorie(n): alle Gemeinden

praeventionDas Thema „Missbrauch“ ist leider nicht aus unserem Lebensalltag verschwunden. Ein Thema, das nicht loslässt, doch wir sind nicht hilflos. Die Pfarrei Heilig Geist bietet weiterhin, ebenso wie auch das Katholische Forum Düren, Kurse zur Prävention von Schutzbedürftigen an. Auch in Jülich finden demnächst wieder Basiskurse statt. Haben Sie Interesse? Dann melden Sie sich gerne bei Gemeindereferentin Petra Graff. Herzliche Einladung! Ein Kurs „für`s Hinsehen“: Wir wollen Sie sensibilisieren für diesen Bereich, welcher oft aus Unsicherheit und Hilflosigkeit totgeschwiegen wird. Wir würden uns sehr freuen, Sie beim nächsten oder einem späteren Termin kennenzulernen. Das Bistum Aachen hat für diese Schulungen und das Konzept zur Prävention eine Vorreiterrolle in den deutschen Bistümern übernommen. In Jülich unterstützen wir diesen guten Ansatz aktiv durch das Pastoral-team und die ehrenamtlichen Gremien.

Als ausgebildete Präventionsfachkraft können Sie mich bei Fragen und Problemen gerne ansprechen/-schreiben. Unsere freiwilligen Mitarbeiter/-innen (Katecheten, Messdienerleitungen…) und alle Mitarbeiter/innen der Pfarrei Heilig Geist sind verpflichtet einen Basiskurs zu belegen, bevor diese mit Kindern oder Jugendliche in die intensive Arbeit gehen. Dies ist ein Teil des bistüm-lichen Konzeptes.“ (P. Graff)

Gerne können Sie sich informieren unter: www.praevention-bistum-aachen.de

Wir freuen uns über Ihr Interesse und Ihr Mittun!

Petra Graff


Aus den Bistumspapieren:

Warum ist es sinnvoll und notwendig an der Präventions-Schulung teilzunehmen?

(Sexualisierte) Gewalt gegen Kinder und Jugendliche ist ein Thema, das uns in der Arbeit mit Heranwachsenden immer wieder begegnen kann. Es ist ein aktuelles Thema. Nicht nur Opfer lange Jahre zurückliegender sexueller Übergriffe wenden sich Hilfe suchend an uns, sondern auch Kinder, Jugendliche oder Angehörige von Opfern, die heute aktuell (sexualisierte) Gewalt erfahren. In der Präventions-Schulung bekommen Sie umfangreiche Informationen zum Thema „(Sexualisierte) Gewalt gegen Kinder und Jugendliche“, denn Wissen schafft Sicherheit.

Kein Generalverdacht, sondern Handlungssicherheit!

Die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen ist Beziehungsarbeit. Durch Ihre Tätigkeit werden Sie zur Bezugsperson für die jungen Menschen, der sie sich mit ihrer Freude und auch ihren Ängsten und Nöten anvertrauen. So kann es geschehen, dass ein Kind bzw. ein Jugendlicher den Mut fasst, Ihnen seine Notsituation mitzuteilen. Andere Kinder senden versteckte Signale aus, weil sie sich nicht trauen zu erzählen, was ihnen passiert (ist) oder sie haben keine Worte für diese Erfahrungen. In der Präventions-Schulung bekommen Sie für diese Situationen Handlungsempfehlungen und Verfahrenswege aufgezeigt, wie Sie angemessen reagieren können, wenn Sie von einem Verdacht auf (sexualisierte) Gewalt erfahren oder diesen vermuten.

Potentielle Täter/innen abschrecken

Durch das offene Ansprechen dieses Themas in Ihrer Gemeinde/Einrichtung signalisieren alle dort Tätigen, dass sie entschlossen handeln. Durch die Fortbildungen aller Mitarbeiter/innen und ehrenamtlich Tätigen vermitteln Sie, dass ihnen allen der Schutz der Kinder+Jugendlichen am Herzen liegt, dass Sie dies als selbstverständlichen Auftrag in ihrem Tun betrachten. Durch die Sensibilisierung und das Wissen schaffen Sie die Voraussetzung, mögliche Verdachtsfälle frühzeitig zu erkennen und konsequent handeln zu können. Durch eine bewusst gelebte Kultur der Achtsamkeit (Respekt für die Heranwachsenden, Achtung von Grenzen, die ein Heranwachsender signalisiert) stärken Sie die Ihnen anvertrauten Kinder und Jugendliche darin, sich gegen (sexualisierte) Gewalt zur Wehr zu setzen. All diese Maßnahmen signalisieren potentiellen Täter/innen: Wir schauen hin! Wir gehen gegen (sexualisierte) Gewalt konsequent vor. In der Präventions-Schulung beschäftigen Sie sich daher intensiv mit einem angemessenen Umgang von Nähe und Distanz in der Arbeit mit Minderjährigen, um Ihnen Sicherheit im Umgang mit Heranwachsenden (wieder) zu geben.

Vertrauen sichern

Eltern vertrauen Ihnen das Wertvollste an, was sie haben: ihr Kind, ihre Kinder. Durch das Wissen und die Handlungssicherheit, die Sie aufgrund der Fortbildung erwerben bzw. auffrischen, vermitteln Sie den Eltern, dass ihr Kind bei Ihnen gut aufgehoben ist und Sie sich um das Wohl des Kindes sorgen.

Machen Sie mit!

Lassen Sie sich ausbilden und schulen!