Sommergedanken 2019

Sommergedanken 2019

Kategorie(n): Allgemein

Die Aufnahme Marias in den Himmel,
nicht durch die Bibel überliefert,
doch in den Glaubensschatz aufgenommen
als eine Geschichte voller Hoffnung und Trost.

Wir begegnen Maria
als Urbild des erlösten Menschen,
nicht verloren im Tod,
sondern auf ewig geborgen bei Gott.

Wir folgen Maria,
die uns zu glauben lehrt,
dass sich erfüllt,
was Gott uns zusagt.

Wir feiern Maria
als Botin der Freude, des Trostes,
als Bürgin der Hoffnung

auf unsere Vollendung in Gott.

Das Fest Mariä Himmelfahrt,
nicht nur ein Gedenktag Marias,
auch ein Tag, an dem wir schon jetzt
unsere eigene Zukunft feiern dürfen.

[Gisela Baltes, www.impulstexte.de in: Pfarrbriefservice.de]

Gott, Schöpfer des Lichtes, segne euch und alle Menschen und alles, was den Hauch des Lebens in sich trägt. Gott segne euch im Lauf der aufgehenden Sonne rund um die Erde; sei du der Morgenstern, der über Australien wacht; die Morgensonne, die über Asien aufgeht; die Sonne der Gerechtigkeit, die für Afrika neuen Segen bringt, die Morgenröte, die über Europa erstrahlt; das Sonnenlicht, das sich über die Weiten Süd- und Nordamerikas verschenkt. Gott segne euch und behüte euch. Gott bewahre euch und erfülle euer Leben mit Liebe.

[Segensgebet, entstanden auf der EXPO 2000, Hannover ]

Im Sommer atmen meine Tagebücher Vorfreude. Jedes Jahr, wenn der Urlaub näher rückt, spüre ich dieses sehnsüchtige Ziehen. Dann freue ich mich auf Freiheit, hohen Himmel und lebendige Begegnungen. Spüre ich den Wunsch, meinen äußeren und inneren Tapetenwechsel schöpferisch zu gestalten. Eigenes zu entwickeln, ganz Anderes. Manchmal komponiere ich einen Feldblumenstrauß, baue stundenlang an einer fein ziselierten Sandburg, staue einen Priel mit einer Mauer aus Schlick, Holz und Muscheln, immer noch fasziniert wie in meiner Kindheit. Ich will meiner Phantasie Auslauf geben, meinen Träumen Flügel.

Leider bin ich kein Maler, abstrakte Tiere waren in der Schule mein einziges anerkanntes Kunstwerk. Ich bewundere das Talent der Menschen, die sich in der Landschaft aufbauen und sie kunstvoll skizzieren. Fotos liegen mir mehr. Einen Sommer lang fotografierte ich nur Portraits von Schafen. Welch Vielfalt an Gesichtern, Frisuren, Farben, Grimassen! Wenn ich so mit meinen bescheidenen Mitteln schöpferisch werde, bilde ich nur staunend ab, was der große Schöpfer lange vor meiner Zeit ins Leben rief.

Noch stärker lockt mich, Gedanken und Gefühle in Worte zu fassen, fürs Tagebuch oder für Gedichte; gerade zur Lyrik gehört es, in sich hineinzuhorchen, ganz bei sich zu sein:

...gar nichts nie nichts je versäumtes
stunden uhren ungedacht
blinzelnd träumt sich ungeträumtes
und die welt entzieht sich sacht

[Hinrich C. G. Westphal aus: Karten nach Anderland, Verein Andere Zeiten, www.anderezeiten.de in: Pfarrbriefservice.de]

Manchmal schenkt mir ein Tag
eine Rose.
Dann zerpflücke ich
die duftenden Glücksmomente
- tausendmal -
und sauge ihren belebenden Duft
tief in meine Erinnerung
als Schatz für dürre, farblose Tage.

[Katharina Wagner, www.pfarrbriefservice.de]

Unser Leben: Endlosschleife
der Anspannung.
Leben – wie unter Strom.
Nachts noch „checken“ wir
die neusten Nachrichten.

Selbst beim Wandern,
selbst am Sandstrand,
selbst am Esstisch
bleiben wir erreichbar.

Verrückt!
Jesus setzt einen Gegenentwurf
zu dieser irren Anspannung,
die uns zu Sklaven
unseres Lebens macht.

Er wirbt für eine Haltung
ruhiger Präsenz,
gelassener Wachsamkeit,
achtsamer Gegenwart.

Wenn wir so leben,
wird Neues geschehen!
Wir dürfen uns zu Tisch setzen.
Christus selbst sorgt für uns.
Er lädt uns ein!

[Dorothee Sandherr-Klemp (zu Lk 12,35-38) aus: Magnificat. Das Stunden-buch, 08/2019, Verlag Butzon & Bercker, Kevelaer; www.magnificat.de in: Pfarrbriefservice.de]

Sein Duft des Morgens,
seine Glut des Tages,
sein Glanz des Abends,
seine Träume der Nacht
werden dich auch noch
im Winter erwärmen

[Christa Carina Kokol in: Pfarrbriefservice.de]

Foto: Nadine Zarya/Pixabay/pfarrbriefservice