Änderung der Gottesdienst-Ordnung zum Oktober

Kategorie(n): alle Gemeinden, Allgemein

Liebe Pfarrangehörige! Liebe Interessierte!

Vor einem Jahr erst hat sich die Ordnung der regulären Gottesdienste in der Pfarrei Heilig Geist zuletzt geändert. Nun gibt es wieder Handlungsbedarf, angestoßen durch den mehrmonatigen Ausfall von Pastor Dr. Jöcken. Auch bei den Gottesdienstzeiten zeigt sich: Wir können (schon lange) nicht mehr überall alles leisten, sondern müssen uns konzentrieren und Prioritäten setzen. Die Ordnung der Werktagsmessen bleibt von der Änderung unberührt.

Was ist Ziel der Änderung?

  1. Jeder Priester soll regulär eine Messe am Samstagabend (bzw. Sonntagvorabend) und eine Messe am Sonntag selbst feiern – zusätzlich zu den Trauungen und Taufen und sonstigen Gottesdiensten oder Veranstaltungen; es muss Freiraum bleiben für Sonder-Gottesdienste und Unvorhergesehenes. Und wenn man als Priester mehr als zwei- bis dreimal am Samstag/Sonntag die Hl. Messe feiert, dann gerät die Messe in die Gefahr, nicht mehr als Höhepunkt christlichen Lebens gefeiert zu werden.
  2. In jedem der drei Seelsorge-Bereiche soll mind. eine Sonntagsmesse gefeiert werden, möglichst zu einer verlässlichen Zeit in einer Kirche. Angesichts aller Veränderungen braucht es einigermaßen verlässliche Zeiten und Orte für Gottesdienste.
  3. Unklar ist noch, ob einzelne Gemeinden es leisten möchten und für sinnvoll halten, in jeder Gemeindekirche an jedem Sonntag-(vorabend) eine Wortgottesfeier vorzubereiten, wenn keine Hl. Messe gefeiert wird. Das würde mehr Arbeit für die Leiter/innen dieser Gottesdienste bedeuten.
  4. Ganz wichtig: Auch die neue Ordnung ist nicht in Stein gemeißelt. Mit dem im November neu zu wählenden GdG-Rat soll zu Beginn des neuen Jahres diese Ordnung reflektiert und ggf. überarbeitet werden. Was ist z.B. mit der Frage, ob Gemeinden zu bestimmten Anlässen Messzeiten tauschen können?

Wie sieht die Übersicht der neuen Zeiten aus?

Trauungen und Taufen

  • Die letzte mögliche Zeit für eine Trauung mit Eucharistie ist samstags um 14 Uhr, die letzte Zeit für Taufen ist um 16 Uhr möglich wegen der Nähe zu den Vorabendmessen.

Samstags sind Hl. Messen:

  • 17.00 Uhr im Krankenhaus *
  • 17.30 Uhr in St. Franz Sales *
  • 17.30 Uhr in Selgersdorf
  • 17.30 Uhr in Welldorf
  • einmal monatlich Samstagabend-Messe in: Stetternich, Güsten, Krauthausen, Barmen

Sonntags sind Hl. Messen:

  • 09.15 Uhr in Koslar
  • 10.45 Uhr in der Propstei-Kirche
  • 09.30 Uhr in St. Rochus * (am I.+III. So.);
  • einmal monatlich um 09.15 Uhr in: Lich-Steinstraß, Broich und Bourheim
  • einmal monatlich um 11.00 Uhr in: Mersch, Kirchberg und Schophoven

Hinzu kommen sonntags die reguläre Hl. Messe der Oblaten um 11.00 Uhr in Haus Overbach sowie die Abendmesse für das Jülicher Land um 19.00 Uhr in St. Andreas und Matthias.

Unterstrichen sind in dieser Übersicht die Orte und Zeiten, zu denen jeden Sonntag-(Vorabend) eine Hl. Messe vorgesehen ist. Das Sternchen * weist darauf hin, dass die Messe nur bei Verfügbarkeit eines Priesters vor Ort gewährleistet ist.

Wie ist das mit zusätzlichen Gottesdiensten oder Änderungen?

Zusätzliche bzw. geänderte Zeiten von Wortgottesfeiern bedürfen nur der Absprache im Gemeinderat und mit den beteiligten Diensten (Küster/in, Organist/in und GdG-Kantor als Diensteinteiler) und des zeitlichen Vorlaufs zur Veröffentlichung und Planung.

Zusätzliche oder geänderte Hl. Messen am Sonntag(vorabend) brauchen:

  • die Anmeldung mind. 3 Monate vorab an den/die Ansprechpartner/in im Seelsorge-bereich und an den Gemeinderat,
  • das zustimmende Votum des jeweiligen Gemeinderats und
  • letztlich die Zustimmung des leitenden Pfarrers, der die personelle Verfügbarkeit prüft und Dienste verteilt.

Und schließlich etwas zum Nachdenken:

Auf den ersten Blick kann man den wachsenden Mangel für die Veränderung der Gottesdienst-Ordnung verantwortlich machen. Aber nicht der Mangel ist unser Problem, sondern der Reichtum: Als Kirche müssen wir alle wieder deutlich mehr in Bewegung kommen, scheint mir. Der Reichtum an Kirchengebäuden und Gewohnheiten hat uns ziemlich unbeweglich werden lassen.

Stellen Sie sich vor, dass Jesus Christus höchstpersönlich nicht in Ihre Gemeindekirche St. A, sondern in die Nachbargemeinde St. B kommt. Würden Sie dann sagen: Nach St. B gehe ich nicht. Das ist nicht mein Ort und nicht meine Kirche. Der Herr kann gerne zu mir nach St. A kommen. Oder würden Sie sagen: Wenn Jesus Christus nicht selbst kommt, sondern jemanden hierher nach St. A schickt, um hier von ihm und seiner Botschaft zu erzählen, dann bleibe ich zuhause und gehe nicht in die Kirche. Ja, Reichtum kann einsam machen und Bewegung verhindern…

Danke für das Lesen, Ihre Aufmerksamkeit und Ihr Interesse!
Ihr Pastor Josef Wolff