Zivilcourage, Solidarität und Toleranz

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Schma Israel, A-donaj E-lohejnu, A-donaj Echad. Höre Jisrael, der Ewige ist unser Gott, der Ewige ist einzig. Gelobt sei der Name der Herrlichkeit Seines Reiches für immer und ewig. Du sollst den Ewigen, deinen Gott, lieben mit deinem ganzen Herzen, deiner ganzen Seele und deiner ganzen Kraft. Diese Worte seien in deinem Herzen, schärfe sie deinen Kindern ein und sprich davon, wenn du in deinem Haus sitzest, und wenn du auf dem Weg gehst, wenn du dich niederlegst, und wenn du aufstehst. Binde sie zum Zeichen an deine Hand, sie seien zum Stirnschmuck zwischen deinen Augen. Schreibe sie an die Pfosten deines Hauses und deiner Tore.
/Dtn 6, 4-9/
Herzliche Einladung zum Novembergedenken am Dienstag, den 8. November, um 18.30 Uhr in Jülich An der Synagoge! Vor 15 Jahren, am 2. Dezember 2001, wurde das Mahnmal für die ermordeten Juden des Jülicher Landes auf dem Propst-Bechte-Platz durch den Schirmherrn Wolfgang Clement der Öffentlichkeit übergeben. Seither steht es auf dem Propst-Bechte-Platz im Weg und erinnert an Leben, Leiden und Sterben der Juden des Nordkreises während der Diktatur der Nationalsozialisten.

Auch in Jülich und im Jülicher Land wurden Menschen ausgegrenzt, ihrer Würde und ihrer Rechte beraubt, in der Villa Buth in Jülich-Kirchberg kaserniert, deportiert und in den Konzentrationslagern, vornehmlich Izbica und Theresienstadt, ermordet. An sie alle zu erinnern und solidarisch einzustehen für Wehrlose und Minderheiten, das ist der historische Auftrag an uns Nachgeborene.

Die katholische und die evangelische Gemeinde Jülichs sowie die Jülicher Gesellschaft gegen das Vergessen und für die Toleranz e. V. laden alle Jülicher Bürger und Bürgerinnen wie in jedem Jahr zum Novembergedenken in Jülich ein – am Dienstag, dem 8. November, um 18.30 Uhr.

Treffpunkt ist die Straße An der Synagoge neben der evangelischen Kirche in Jülich. Nach der Andacht an der Stelle der ehemaligen Jülicher Synagoge gehen wir zum Mahnmal am Propst-Bechte-Platz. Dort wird u.a. der Aachener Rabbiner Mordechai Bohrer über den Wert der Erinnerung sprechen.Im Anschluss daran laden wir herzlich ein ins Dietrich-Bonhoeffer-Haus zu weiteren Gedanken, einem koscheren Imbiss und Chorgesang. Es singt der Chor der Jüdischen Gemeinde Aachen unter der Leitung von Frau Dr. Galina Saizeva.

Anne Gatzen