Stoffe, Tuche, Paramente

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Paramente – was bezeichnet dieses Wort, habe ich mich gefragt, als ich die Aufgabe zur Bestandsaufnahme in den 16 Gemeinden der Pfarrei übernommen habe.

Paramente – laut Wikipedia ist dies die Bezeichnung für die im Kirchenraum und in der Liturgie verwendeten Textilien, die oftmals künstlerisch aufwendig gestaltet sind. Diese künstlerische Vielfalt habe ich auch bei der Inventarisierung in den Gemeinden vorgefunden.

Es ist erstaunlich, wie sich die Gewänder im Laufe der Jahrzehnte verändert haben. Prunkvolle Obergewänder mit bildlichen Motiven sind von klaren abstrakten Formen abgelöst worden. Einige Textilien sind ganz ver-schwunden, z.B. das Manipel (ein am linken Unterarm getragenes gesticktes Band), oder werden nicht mehr häufig genutzt, z.B. das Rochett (ein bis zu den Knien reichendes weißes Leinengewand) oder das Kelchvelum (ein Tuch zum Abdecken des Kelches).

Geblieben sind die liturgischen Farben weiß, rot, grün und violett. Jedes Gewand, jedes Velum, jede Stola, alle haben ihre eigene Aussagekraft und Bedeutung. So vielfältig wie die Gemeinden, so vielfältig sind auch die Paramente. In Vergessenheit geratene Textilien wurden wieder neu entdeckt.

tuche

1. Stola, St. Martinus Kirchberg;   2. Kirchschweizer, St. Adelgundis Koslar;  3. Gewänder, St. Andreas und Matthias Lich-Steinstraß;   4. Fahne, St. Rochus;   5. Kassel, St. Philippus und Jakobus Broich;    6. Velum, Hl. Maurische Märtyrer Bourheim;   7. Velum, St. Mariä Himmelfahrt;   8. Kelchvelum, St. Hubertus Welldorf;   9. Messgewand, St. Martinus Barmen;  10. Fahne, St. Franz Sales;   11. Chormantel, St. Josef Krauthausen;   12. Kelchvelum, St. Barbara Schophoven; 13. Stolen, St. Stephanus Selgersdorf; 14. Fahne, St. Agatha Mersch; 15. Mariengewand, St. Philippus und Jakobus Güsten; 16. Messgewand, St. Martinus Stetternich

 

Bei der Inventarisierung wurden von jedem Textil Fotos erstellt – für jede Kirche liegt nun ein Bestandsverzeichnis mit Bilderkatalog und Beschreibung vor. Herzlich bedanke ich mich bei allen KüsterInnen der Gemeinden, die mich bei diesem Projekt unterstützt haben und mir die eine oder andere Geschichte eines Gewandes erzählt haben. Oft kam mir dabei der Gedanke: Was könnten die Textilien alles berichten, wenn sie sprechen könnten.

Josefine Meurer

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