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Beichte – Vergebung tut gut

Eine grundlegende Erfahrung des Menschen ist – es tut gut, sich auszusprechen, die eigenen Schwächen und Fehler anzuschauen und  Vergebung zu erfahren. Genau das wird uns im Sakrament der Buße geschenkt.

Die Kirche zeigt durch vielfältige Formen einen Weg auf, wie Versöhnung mit sich selber und mit anderen gelingen kann. Angefangen beim Schuldbekenntnis und der Vergebungsbitte im Gottesdienst bis zur Ohrenbeichte werden Möglichkeiten der Umkehr und Versöhnung angeboten.

Besonders deutlich wird dies auch im Vater unser, wenn wir beten: „Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.“ Wir können es mit diesem Gebet, das Jesus uns zu beten gelehrt hat, nur ernst nehmen, wenn wir bereit sind, einander unsere täglichen kleinen und größeren Fehler zu verzeihen. Denn wer Gott um die Gnade der Vergebung bittet, muss seinen Mitmenschen ebenfalls in der Haltung der Vergebung und nicht der Vergeltung begegnen.

Eine gemeinschaftliche Form der Besinnung und Umkehr sind die sog. Bußgottesdienste oder Versöhnungsfeiern, die in den Gemeinden oft vor Ostern und Weihnachten angeboten werden. Hier wird eine Gewissenserforschung für die Teilnehmenden angeboten und eine gute Kultur des Miteinanders gefördert. Die Grundlage vieler Bußfeiern sind die Zehn Gebote, die ja die ethische Basis für christliches Leben überhaupt bilden.

Auch in den Bußfeiern gibt es wie in der Hl. Messe nach dem Schuldbekenntnis die allgemeine Vergebungsbitte des Priesters: „Nachlass, Vergebung und Verzeihung unserer Sünden gewähre uns der allmächtige und barmherzige Herr. Amen.“ (Oder textlich variiert.)

Als sakramentale Form der Sündenvergebung gibt es die Beichte als sog. Ohrenbeichte bzw. das Beichtgespräch. Für die Beichte ist es von großer Bedeutung, dass wir unsere Fehler erkennen und auch vor dem Priester dazu stehen. Indem wir das tun, zeigen wir unsere Reue. Der Priester ist während der Beichte das Ohr Gottes und vergibt auch in dessen Namen. Gott vergibt nämlich jedem, der ehrlich bereut.

Die Lossprechungsformel durch den Priester lautet:

„Gott, der barmherzige Vater, hat durch den Tod und die Auferstehung seines Sohnes die Welt mit sich versöhnt und uns den Hl. Geist gesandt zur Vergebung der Sünden. Durch den Dienst der Kirche schenke Er dir Verzeihung und Frieden.

So spreche ich dich los von deinen Sünden im Namen des Vaters und des Sohnes und des Hl. Geistes“ – worauf der Beichtende antwortet: „Amen.“

 

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https://www.youtube.com/watch?v=oyTiqMPxw5w

Quelle und mehr Informationen: katholisch.de

Beichte in der Katholischen Pfarrei Heilig Geist

„Ich möchte eine Bußfeier besuchen.“ „Ich möchte beichten.“ – Wie geht das in der Pfarrei Heilig Geist? Was muss ich tun?

In der Pfarrei Heilig Geist gibt es in den Gemeinden bzw. den Seelsorgebereichen Bußfeiern jeweils vor den großen Feiertagen an Weihnachten und Ostern – herzliche Einladung. Sie finden die Termine in den Gemeindeblättern, dem Pfarrbrief und auf der Homepage.

Ebenso gibt es in der Woche vor Ostern und Weihnachten in der Propsteikirche mehrere Beichtzeiten bei unterschiedlichen Priestern – diese Termine finden Sie im Pfarrbrief und auf der Homepage.

Ein regelmäßiges Beichtangebot findet jeweils vor der Sonntag-Abendmesse (am 1. und 3. Sonntag im Monat) in der Propsteikirche statt. Darüber hinaus können Sie alle Priester für eine persönliche Terminvereinbarung zu einem Beichtgespräch anfragen.

Foto: Gita Scheltgen-Ditsch / pfarrbriefservice.de