Father Tyronne aus Sri Lanka zu Gast

Foto: Josef Wolff

Mein Name ist Weerasinghe Arachchige Athula Tyronne Perera. Aber Sie können mich einfach Father Tyronne nennen. Ich bin Priester der Erzdiözese Colombo in Sri Lanka und ich habe einen Zwillingsbruder. 1996 wurde ich zum Priester geweiht, seitdem habe ich in einigen Pfarreien gearbeitet.

Meine Hobbys sind Filme, Romane und Artikel über Geschichte. Obwohl ich selbst nicht singen kann, mag ich Musik, besonders Violine und Pop. Ich liebe Hunde – und es war schon hart, meine beiden Hunde bei meinem Bruder zuhause zu lassen.

Da meine Muttersprache Singhalesisch ist und ich ansonsten nur Englisch spreche, werde ich in den nächsten Monaten damit beschäftigt sein, eine Menge Deutsch zu lernen – unter der Woche bin ich auf einer Sprachenschule in Bonn. Und ich freue mich darauf, es zu üben an den Samstagen und Sonntagen hier mit Ihnen! Natürlich freue ich mich auch darauf, die Fußballweltmeisterschaft dieses Jahr zu sehen und mit Ihnen den Sieg der deutschen Mannschaft zu feiern!

Ihr Father Tyronne

Wie kommt ein Priester aus Sri Lanka nach Jülich?

Seit langem besteht eine Partnerschaft zwischen der Gemeinde Koslar und Colombo in Sri Lanka. Bei einem seiner Besuche meinte der Erzbischof von Colombo, Kardinal Malcolm Ranjith: Ich habe so viele Priester! Ich weiß gar nicht, was ich mit ihnen machen soll. So entstand die Idee, einen Priester nach Deutschland einzuladen, damit er hier die Sprache und Mentalität kennenlernt. Und jemand von außen bringt einen anderen Blick mit und erweitert unseren hiesigen Horizont. Man lernt gegenseitig voneinander.

Das Experiment ist ganz offen. Vielleicht lernt Fr. Tyronne unsere Sprache und Mentalität so gut, dass Deutschland seine neue Heimat wird. Vielleicht sind die kulturellen Schwierigkeiten auch so groß, dass er nicht auf Dauer bleibt, aber uns immer wieder mal besuchen kommt. Die Planung der Gottesdienstzeiten und die Dienstplanung wird es nicht beeinflussen, dass wir ihn zu Gast haben.

Jedenfalls freue ich mich über ihn als menschlichen Gewinn und Geschenk aus der Weltkirche. Früher schickte Europa Missionare in die weite Welt. Heute kommen aus der weiten Welt Menschen auf eine Mission zu uns. Ich freue mich über diese

Horizont-Erweiterung!
Pastor Josef Wolff